Der Fenchel sprießt…

… soooo lecker.

… und darum gibt’s heute ein feines Fenchelrisotto. Das kommt ursprünglich aus Venedig, und paßt damit so richtig gut zu dem warmen und drückenden Wetter vor der Haustüre.

Das Risotto ist auch fix gemacht; das einzige, was es braucht, ist ständige Aufmerksamkeit – und natürlich einen guten Reis. Zum Risottokochen gibt’s verschiedene Sorten, über die man sich auch in Italien streitet – ich empfehle Carnaroli. Der hat von zuhause aus schon einen wunderbaren Geschmack, läßt sich manierlich kochen und endet auch bei längerer Garzeit nicht als Brei.

Wir vermuten einen ruhigen Tag zu zweit, und für den brauchen wir:

je 1 1/2 EL Olivenöl und Butter
1 Zwiebel, fein gehackt
1/2 Fenchelknolle, gehackt
1/2 Fenchelknolle, fein gehobelt
1 kleine Zwiebel, fein gehobelt
170 g Carnarolireis
1 Gläschen Weißwein (z.B. ein guter Sauvignon Blanc – den Rest der Flasche bitte zum Essen trinken)
ca. 400-500 ml heiße (!) Gemüsebrühe
1 Schuß Sahne
2 EL geriebener Parmesan
Muskat, Salz und Pfeffer
Pinienkerne und – falls eine Orange herumliegt – etwas Abrieb davon
Fenchelgrün

Zuallererst den Backofen auf 180℃ vorheizen.
Die gehackten Zwiebeln und Fenchel werden dann gemütlich in einem Topf in Öl und Butter angeschwitzt – bitte auf nicht zu hoher Hitze, denn die sollen schön weich werden, aber nicht dunkel.
Währenddessen werden die gehobelte Zwiebel und Fenchel auf einem mit Papier ausgelegten Backblech verteilt, mit Olivenöl beträufelt, leicht mit Salz bestreut und kommen in den Backofen. Dort bleiben sie 20 min. und werden mittendrin einmal gewendet. Die restliche Wartezeit danach bleiben sie einfach im ausgeschalteten Ofen, bei leicht geöffneter Tür.
Mittlerweile sind die Zwiebeln im Topf auch weich, also kommen die Reiskörner dazu, werden einmal gut mit allem vermischt und dürfen ein Minütchen anrösten. Dann wird sofort mit Weißwein abgelöscht, und der sollte fast komplett einkochen. Ab dem Moment wo’s soweit ist, dann suppenkellenweise immer wieder von der Gemüsebrühe zugeben, gut umrühren, wieder fast einkochen lassen und die nächste Kelle drauf. Die bitte so lange, bis die Brühe aufgebraucht ist – und das Rühren nicht vergessen! Das ist wichtig, damit die Stärke aus dem Reis cremig wird.
Jetzt reichlich Muskat hineinreiben, und einen ordentlichen Schuß Sahne und den Parmesan zugeben. Die Hitze kann nun weggenommen werden; ab jetzt braucht’s nur noch ziehen. Außerdem wird’s nun mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt; so läßt sich auch einfach testen, ob die Reiskörner den richtigen Gargrad haben.
Das Fenchelgrün etwas zerzupfen, das Risotto auf zwei Teller verteilen und mit dem im Ofen gerösteten Gemüse dekorieren. Fenchelgrün und Pinienkerne aufstreuen, nach Gusto noch etwas geschabten Parmesan und Orangenabrieb – und einen guten Appetit!

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