Apfelkuchen wie bei Mama

Apfelkuchen
Apfelkuchen geht immer.

Dieser schlichte Kuchen war in meiner Kindheit und Jugend immer der Renner bei uns zuhause, bis er aus unbekannten Gründen dann vom Tisch verschwand. Vermutlich wurde er durch ein anderes, gerade in die Mode gekommenes Gebäck, ersetzt. Ich glaube, das war damals die berüchtigte Donauwelle…

Jede Familie hat ja so ihr Rezept für „Russischen Apfelkuchen“, was immer das „russische“ darin auch sein mag. Bei uns waren es wohl die Rumrosinen, die meine Mutter, wie sie mir dann irgendwann erzählte, eigentlich gar nicht mochte. Entgegen allem Verschwinden habe ich vor einiger Zeit diesen Kuchen in Angriff genommen – quasi wiederbelebt – und allen in der Familie davon erzählt. Dies hat sowohl zu einem kleinen Revival als auch der Frage „Echt, Du hast das Rezept noch?“ geführt… bitte sehr, hier kommt es.

Man braucht also (für eine 24er Springform):

250 g Weizenmehl
1/2 Päckchen Backpulver
1 Ei
80 g Zucker
125 g Butter
1 Eigelb
1 gestr. TL Zimt
je 1 EL Hagelzucker, Mandelblättchen und Rumrosinen
1,5 kg Äpfel (Boskop oder Jonagold, nur keine süßen Sorten!)

Die ersten 5 Zutaten werden rasch zu einem Knetteig verarbeitet und in Folie eingepackt im Kühlschrank mindestens 30 min. ordentlich gekühlt.
In der Zwischenzeit läßt sich entspannt schon mal die Springform einfetten, und die Äpfel werden geschält, geachtelt, entkernt und in feine Stücke geschnitten. Anschließend stäubt man am besten etwas Stärkemehl, so ca. 1/2 EL. darüber, dann ziehen sie beim Backen nicht so arg viel Saft.
Den Backofen jetzt schon mal auf 175℃ vorheizen und ein Arbeitsbrett sowie ein Nudelholz auspacken. 2/3 der Teigmasse schön auswellen und in die Form bringen, und bis oben an den Rand säuberlich andrücken. Die Äpfel einfüllen und in der Form etwas glattrütteln. Zimt darüberstäuben und die Rumrosinen verteilen.
Nun aus dem restlichen Teig eine runde Platte auswellen, und diese als Deckel über den Kuchen legen. An den Rändern andrücken und eventuellen Überschuß mit einem Messerchen abschneiden. Das Eigelb verschlagen und auf den Deckel pinseln, Mandeln und Hagelzucker gleichmäßig obenauf verteilen und ab mit dem Kuchen in den Ofen. Dort bleibt er dann 35-45 min., bis er eine schöne goldbraune Farbe hat.
Nach dem Backen wird er aus der Springform gelöst und darf auf einem Gitter auskühlen (Bitte nicht in der Form lassen, sonst zieht der Boden durch). In der Zeit kann mabn ganz schnell den Freundeskreis zusammenrufen und nach Belieben einen Berg Schlagsahne aufmontieren – dieser Kuchen bleibt garantiert allen in Erinnerung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.