Moussaka
Moussaka, wie in Hellas!

Mou-Mou-Moussaka…. hat was von Ra-Ra-Rasputin, oder? (Erinnert sich eigentlich noch jemand an den Kokolores? Der Dauerbrenner in der Teenie-Hitparade… oh je…
Aber egal! Wir schreiben ein neues Jahr mit der Aussicht auf gute Küche. Und hier ist sie, die ultimative Moussaka, so üppig und lecker wie in Hellas. Bevor Ihr Euch aber darauf einlaßt, solltet Ihr auch drei entscheidende Faktoren im Hinterköpfchen haben:
1. Zeit (naja, nicht sooo schlimm)
2. Menge (Moussaka gibt’s nicht in klein! Basta. Punkt 2 aus Nr. 3 rechtfertigt dies.)
3. Küchengeschirr und Aufwand.
Mein liebstes Küchenwerkzeug für dieses schöne Gericht ist übrigens die Vierkantreibe, die ich ich irgendwann in einem Anflug von Haben-Wollen erstanden habe, und die mir tatsächlich mehrmals im Jahr gute Dienste leistet. Vor allem hier ist sie unschlagbar, weil sie gleich mehrfach zum Einsatz kommt. Weiterhin braucht Ihr eine große (!) Auflaufform – meine ist so 24 x 36 cm. Und entweder einen Tiefkühler oder gute Freunde, die zum Essen kommen.
Und jetzt genug der Erklärungen – auf ans Werk!

6 hungrige Griechen kaufen ein:

  • 2 große Auberginen
  • 2 große Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 7-8 mittlere Kartoffeln, gerne vorwiegend festkochend
  • reichlich Olivenöl
  • 1/2 Gläschen Vermouth oder Noilly Prat
  • 500 g gemischtes Hackfleisch, gerne mit Lamm
  • 400 g gehackte (!) Tomaten (aus der Dose)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 Eier
  • 100 g geriebenen Käse (Bergkäse oder Kefalotiri)
  • 2 EL Butter
  • 4 EL Mehl
  • 1 l Milch (jawohl!)
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Majoran oder Oregano

Und jetzt geht’s an die Arbeit! Wir fangen an mit dem Backofen, dort wird nämlich der Grill auf mittlere Hitze eingestellt, oder 200°C Heißluft, wenn kein Grill da ist. Die Auberginen werden in halb-zentimeter-dicke Scheiben geschnitten und kommen auf ein mit Öl eingepinseltes Backblech, dann bekommen sie noch eine Ölschicht obenauf und etwas Streusalz für den Weg, bevor sie in den Herd einfahren. Nach 20 min. sollten sie halbwegs weich und etwas gebräunt sein. Dann einfach rausnehmen und beiseite stellen. Den Herd etwas zurückdrehen, solange die anderen Vorarbeiten laufen.
Während der Backzeit der Auberginen werden die Kartoffeln geschält und mit dem Hobel der Vierkantreibe in Scheiben geschnitten. Bitte dann beiseite stellen und den Hobel abwaschen; der wird gleich wieder gebraucht.
Auf der groben Reibe wird der Käse gerieben und dann beiseite gestellt. Der Hobel hat jetzt Feierabend.
Jetzt werden Zwiebeln und Knoblauch in kleine Würfel gehackt. In einer großen Pfanne dann Öl erhitzen und die Würfelchen darin anschwitzen (nur glasig, nicht braten!). Dann kommt das Fleisch dazu, und jetzt kann die Hitze auch etwas hochgedreht werden. Das Fleisch also anbraten, bis es gerade Farbe hat, dann kommt das Tomatenmark dazu und das Gläschen Vermouth. Kurz einkochen lassen, dann die gehackten Tomaten zugeben und etwas Wasser (nur gerade so viel, daß die Mischung weich und dicht, aber nicht klumpig ist). Alles 20 min. vor sich hinköcheln lassen, dann die Hitze ganz zurückdrehen, alles kräftig mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen (abschmecken!), und dann ein Ei in einer Tasse verschlagen. Das wird jetzt ruckzuck unter die Masse gerührt, bevor es stocken kann, und anschließend die Hälfte von dem geriebenen Käse. Alles vom Herd nehmen.
Die Auflaufform mit Öl einpinseln, und dann geht’s ans Einschichten. Erst kommen die Auberginen dran, mit denen der Boden der Form dachziegelartig und ordentlich ausgelegt wird. Darauf kommen, genauso ordentlich, die Kartoffelscheiben. Alles etwas mit der flachen Hand andrücken und darauf achten, daß es keine Berg- und Talbahn ist. Jetzt kommt das Fleisch darüber und wird glattgestrichen. Der Ofen kann nun langsam auch wieder hochheizen, auf 180°C Umluft.
Der Abschluß ist eine dicke Béchamel. Dafür wird bei mittlerer Hitze die Butter in einem Topf zerlassen und das Mehl eingestreut. Nicht anbräunen, sondern rasch mit etwas Milch aufrühren – die wird garantiert ganz fix zu einem dicken Pamps, also weiter immer wieder Milch zugießen und rühren, rühren, rühren, bis die Milch aufgebraucht ist. Die Masse vom Herd nehmen und kräftig mit Salz, Pfeffer und viel Muskat abschmecken. Jetzt wieder ein Ei in einer Tasse verschlagen und schnell unter die Béchamel rühren. Alles auf der Moussaka verteilen und glattstreichen, dann den restlichen Käse schön gleichmäßig darauf verteilen. Und dann – endlich! – ab in den Ofen!

Yeah, Ihr habt’s geschafft! Viel Arbeit und die Aussicht auf ein total leckeres Gericht, das jetzt noch 45-50 min. vor sich hinschmurgelt. Dann ist die Kruste wunderhübsch und die Kartoffeln sind gar. Und Ihr habt ein Loch im Bauch, nach der ganzen Vorbereitung…. wetten? Jetzt also: hübsch den Tisch decken, den Wein rausholen, zurücklehnen und ganz bald: genießen! Habt ein schönes Jahr.

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