Miam miam, y que bueno!

Was dem Griechen die Mezé sind, sind dem Araber die Mezze, und dem Spanier die Tapas. Und da unterscheiden wir nochmal ein bißchen – es gibt derer nämlich zwei Größen.
Kleiner Hunger = Tapa (oder aber: wir bestellen derer 10 und teilen sie unter den 4 Personen auf)
Großer Hunger = Ración (oder aber: wir bestellen mal zwei davon für zwei Personen, und wenn wir dann noch Hunger haben… und außerdem kommen wir aus Deutschland. 😉 )
Dieses Rezept habe ich in einem wunderbaren kleinen Tapasbüchlein mal einfach übersehen, und es dann wieder herausgewirbelt, als uns das Gericht in einem alteingesessenen Ecklokal in Barcelona aufgetischt wurde. Das geht auch total fix, und diese Menge hier macht als Ración (jaja….) zwei Personen glücklich. Flasche Wein dazu, Dessert hinterher, und die Welt ist in Ordnung. Ein bißchen Vorbereitung ist wie immer von Nöten, aber wenn alles kleingeschnippelt ist, dauert’s noch 10 Minuten. Ich finde, solange darf der Hunger auch mal warten.

Zwei fröhliche Compañeros nehmen zum Essen:

  • 1 Dose Kichererbsen (425 g)
  • 1 rote Zwiebel
  • 4-5 Knoblauchzehen
  • 1-2 Chilis (nach Gusto)
  • 1 ordentlicher Schluck Sherry oder Weißwein
  • 1/2 Ring Chorizo (gerne scharf)
  • 150 g Blattspinat, frisch
  • Salz, Pfeffer
  • Blattpetersilie

Olé, olé, und jetzt geht’s los. Zu den Kichererbsen: natürlich ist das viel bessererer, wenn man die am Vortag schon einweicht und dann noch 30 min. kocht – die sind dann etwas knackiger! Dem Dampfgarer sei Dank, kann man so etwas ja auch locker nebenbei veranstalten, während man Zeitung liest oder die Hemden bügelt. Aber ich schweife ab; los geht’s mit den Schnippelarbeiten. Oh, und unbedingt von Nöten ist eine Pfanne, die einen passenden Deckel hat (es hilft, aber es geht auch ohne).
Die Zwiebel wird halbiert und in feine Ringe geschnitten, der Knoblauch wird grob in Stückchen und die Chilis in feine Ringe geschnitten. In der Pfanne wird nun reichlich Olivenöl mittelhoch erhitzt, dann kommt das alles dort hinein und wird angeschmurgelt (nicht gebraten, nicht gebräunt, sondern eher geschwitzt!)
In dieser Zeit wird die Chorizo aus der Haut geschält, soweit möglich, und dann in grobe kleine Viertelchen. Nach 3-4 min. werden diese in die Pfanne gegeben und dürfen kurz mit anrösten, dann wird alles mit Sherry abgelöscht. Der muß jetzt etwas verkochen, dann kommt – falls es zu trocken wird – ein halbes Gläschen Wasser dazu. Den Spinat in grobe Stücke hacken.
Das Gericht nun angstfrei mit Salz und Pfeffer würzen, einmal umrühren und den Spinat zugeben. Jetzt kommt der Deckel ins Spiel: der sollte nun sofort drauf und bleibt auch dort, 3-4 min. lang, bis der Spinat komplett zusammengefallen ist. In der Zeit wird die Petersilie schon mal grob gehackt.
Jetzt wird alles noch einmal kurz umgerührt, eventuell abgeschmeckt, und das war’s. Fertig!

Daß der Tisch bereits gedeckt ist, davon gehe ich aus, und auch davon, daß eine Flasche Wein bereitsteht. Das Gericht paßt fein zu einem lauschigen Sommerabend, an dem man den Grill nicht unbedingt anwerfen will, aber trotzdem gerne über gutem Essen sitzen.
Also: holt Euch die spanische Sonne nach Hause, und buen provecho! (Die Katalanen sagen da übrigens „Bon profit“, was ich ganz allerliebst finde.

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